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Concussion Protocol

Concussion ist der die englische Bezeichnung für Gehirnerschütterung.

Während eines NFL Spiels beobachten Spotter via Video-Replay aber auch Fernglas das Geschehen auf dem Platz. Fällt Ihnen eine Szene auf, in der sich ein Spieler eine Kopfverletzung zugezogen haben könnte, treten sie per Funk mit den Team-Coaches und dem medizinischen Stab an der Seitenlinie in Kontakt.

Die Spotter und der medizinische Stab müssen dabei auf folgende Symptome achten:

- Verlust des Bewusstseins
- Schwierigkeiten des Spielers, nach einem Hit gegen den Kopf aufzustehen
- Koordinations- oder Gleichgewichtsprobleme eine Spielers
- leerer und/oder verwirrter Blick
- Orientierungslosigkeit
- Griff an den Kopf
- sichtbare Gesichtsverletzung und mindestens ein weiteres oben genanntes Symptom

Tritt nur eines dieser Symptome oder Verhalten bei einem Spieler auf, muss dieser an der Seitenlinie einem Test unterzogen werden. Dazu wird meist an der Sideline ein blaues Zelt aufgeklappt, in dem die erste Untersuchung dann stattfindet.

Bei diesem Test erreicht der Spieler eine bestimmte Punktzahl, die mit dem Ergebnis des Tests verglichen wird, den jeder Spieler zuvor in klarem Zustand absolviert hat. Werden Unregelmäßigkeiten festgestellt, geht es für den Spieler für weitere Untersuchungen in die Kabine. Geben Ärzetstab und ein neutraler Neurologe bei der 2.Untersuchung grünes Licht, kann der Spieler wieder an die Seitenlinie zurückkehren.

Kann ein Spieler jedoch nicht weitermachen, unterliegt er in der Folge strengen Regularien, bestehend aus 5 Schritten. Erst wenn alle fünf Schritte erfolgreich absolviert wurden, erhält der Spieler die Freigabe für Training und Spiel.

1. Ruhe und Genesung
In Schritt 1 sind nur leichtes Dehnen und Gleichgewichtsübungen empfohlen. Elektronische Geräte, Social-Media-Aktivitäten und Team-Meetings sind hingegen zu meiden.

2. Leichte Fitness-Übungen
In Schritt 2 empfiehlt die NFL ein leichtes Fitness Training bestehend aus 10 bis 20 Minuten auf einem Home-Trainer ohne weitere Gewichte. Dabei sollen die Werte von einem Athletiktrainer überwacht werden.

3. Weitere Fitness-Übungen und Krafttraining
In Schritt 3 sollen längere und intensivere Fitness-Einheiten ergänzt durch Krafttraining durchgeführt werden. Auch hier überwacht dieses ein Athletiktrainer.

4. Football-spezifische Aktivitäten
Neben den körperlichen/physischen Aspekten kommt in Schritt 4 der kognitive Aspekt des Sports hinzu, also Spielzüge, Laufwege und ähnliches. Allerdings theoretisch, d.h. der Spieler darf nicht an Einheiten mit Körperkontakt teilnehmen.

5. Volle Footballaktivität
Der Spieler kann wieder ohne Einschränkungen am Trainings- und Spielbetrieb teilnehmen.


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Vom Center bis zum Punter

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Spielerpositionen